Wie trocken muss ein Estrich für die Bodenverlegung sein?

Gerade beim Hausbauen ein Thema, dass sich in die Länge ziehen kann: Das Trocknen vom Estrich.

Mit dem Estrich sind die Zeiten des groben Schmutzes und des Schuttes vorbei und dann dauert es nicht mehr lange, bis man einziehen kann. Klar, dass hier die meisten auch etwas ungeduldig werden und es kaum erwarten können, endlich ihre eigenen 4 Wände zu beziehen und alles gemütlich einzurichten. Aber Vorsicht – wenn ihr zu früh mit dem Bodenbelag beginnt, so kann dies schwerwiegende Folgen haben. Nicht nur, dass ihr dann bei zu hoher Feuchtigkeit einen unschönen Boden bekommen könnt – nein, nämlich noch weit schlimmer. Es kann soweit führen, dass der komplette Boden inkl. Unterkonstruktion herausgerissen und neu gemacht werden muss. Es kann aber auch so schlimm sein, dass auch schon die Bausubstanz angegriffen wird… Aber: Wir wollen hier keine Horrorszenarien ausmalen, sondern hiermit nur darstellen, wie wichtig es ist den Estrich austrocknen zu lassen.

Die wichtigsten Estrich-Faustregeln

Wann ist der Estrich begehbar?

Ja, die meisten können es kaum abwarten und möchten am liebsten schon ein paar Stunden später die Baustelle besichtigen und nachschauen, wie alles mit dem neuen Estrich ausschaut. Dabei hängt es von der Art des Estrichs ab, wie lange es dauert, bis ihr darauf gehen könnt. In der Regel sagt man bei Fließestrich oder Zementestrich 48 bis 72 Stunden!  Dagegen ist der Trockenestrich sogar sofort begehbar, bis darauf weitergearbeitet werden kann, muss jedoch noch der Kleber trocknen.

Wie bringe ich den Estrich schneller trocken?

Wenn du keinen Trockenestrich hast – denn meist wird Fließestrich verwendet – dann braucht dieser mehrere Wochen zum Trocknen. Um dies zu beschleunigen, gibt es ein paar Tricks. So solltest du am 1. und 2. Tag alle Fenster geschlossen haben, danach tagsüber 3x täglich Stoßlüften. Nach 1-2 Wochen können die Fenster tagsüber komplett geöffnet werde, aber nachts die Fenster wieder schließen. Falls es regnet, sollten diese nicht offen, sondern gekippt sein. Nach etwa 2 Wochen kann auch mit dem Ausheizen begonnen werden. Wenn ihr über eine Fußbodenheizung verfügt, dann gibt es hier meist ein eigenes Estrichprogramm, dass ihr einstellen könnt. Generell sind all diese Tipps jedoch vom Estrich abhängig und müssen unbedingt mit dem Estrichleger vorher abgeklärt werden. Verhält sich der Estrich anders, so kann dies zu Schäden führen. Dadurch immer mit dem Verleger abklären!

Wann kann ich eine Leiter auf einem frischen Estrich stellen?

Ja genau – eine Leiter auf einen Estrich zu stellen und das Begehen von Estrich sind zwei unterschiedliche Themen. Wieso? Eine Leiter hat weit weniger Bodenkontakt, wodurch diese mehr Druck ausübt. Somit sollte erst nach ein paar Tagen eine Leiter auf eine Schaltafel gestellt werden und erst nach frühestens 1 Woche direkt verwendet werden.

Wie lange braucht ein Estrich zum Trocknen?

Grundsätzlich ein paar Tage (Trockenestrich) bis hin zu mehrere Wochen (rund 4 Wochen beim Zementestrich). Wann der Boden aber verlegebereit ist, kann man erst sagen, wenn eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt wurde.

Wer macht mir eine Feuchtigkeitsmessung vom Estrich?

Generell macht dies der Bodenleger. Denn bevor dieser den Boden verlegen kann, muss klar sein, ob der Untergrund auch dementsprechend passt. Eine gewisse Restfeuchtigkeit kann der Estrich dabei noch haben, das ist normal. Wichtig dabei ist nur, dass der Schwellenwert nich überschritten wird. Man kann zwar die Feuchtigkeitsmessung auch selber mit einem Gerät aus dem Baumarkt vornehmen, wir empfehlen dies allerdings vom Fachmann machen zu lassen und sich auch bestätigen zu lassen, dass der Wert passt. Denn so bist du auf der sicheren Seite und deinem neuen Bodenbelag kann nichts mehr im Weg stehen!

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